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Fachpartner-Interview mit Ulrich Wollenberg

Geschäftsführer der Tischlerei Wollenberg GmbH / Sicherheitssysteme Wollenberg

Seit dem Jahr 1999 rüsten Geschäftsführer Ullrich Wollenberg und seine Mitarbeiter Wohnungen und Häuser in Berlin und Brandenburg mit mechanischer Sicherheitstechnik aus. In diesem Zeitraum hat das Unternehmen bereits über 46.000 Fenster und Türen mit verdeckten Verriegelungen, sog. Pilzkopfbeschlägen, gesichert. Damit gehört Sicherheitssysteme Wollenberg in diesem Bereich zu den führenden Unternehmen in Deutschland. Die Mitarbeiter von Sicherheitssysteme Wollenberg sind außerdem auch Experten für Sicherheitsglas und Sicherheitsfolien, einbruchhemmende Bauelemente und die Reparatur von Einbruchschäden.

Ulrich Wollenberg

Ulrich Wollenberg, Geschäftsführer der Tischlerei Wollenberg GmbH

Mit welchen Anliegen kommen Ihre Kunden am häufigsten zu Ihnen?

Tatsächlich kommen die meisten Kunden erst zu uns, wenn bei Ihnen bereits eingebrochen wurde. Ein Einbruch ist ein Ereignis, das viele wachrüttelt und dazu bewegt, sich endlich gegen Einbrüche zu schützen. Dabei spielen häufig auch der psychische Leidensdruck und das Unsicherheitsgefühl nach einem Einbruch eine große Rolle. Vor allem, wenn man realisiert, wie einfach und schnell ein Einbruch möglich ist. Es dauert keine 15 oder 20 Sekunden, bis man ein Fenster mit einem Schraubenzieher aufgehebelt hat.

Wir sind darauf spezialisiert, Fenster und Türen mit mechanischer Sicherheitstechnik auszustatten. Bei der Polizei in Berlin und Brandenburg sind wir dafür als geprüfter Fachbetrieb gelistet. Bei Fenstern verbauen wir vor allem verdeckte Verriegelungen, sog. Pilzkopfbeschläge. Für die Sicherung von Haus- und Wohnungstüren werden sehr häufig Mehrfachverrieglungen oder bei Altbautüren Stangenschlösser nachgefragt.

Ein Einbruch in Anwesenheit der Bewohner ist natürlich besonders schwierig zu verdauen. Aber auch hier kann man mit sinnvoller Sicherheitstechnik einem Einbruch entgegenwirken und das Sicherheitsgefühl stark erhöhen. Ein Türspion sollte eigentlich mittlerweile in allen Türen Standard sein. Auch Zusatzschlösser mit Sperrbügel sind beliebt. Diese erlauben, die Tür einen Spalt breit zu öffnen, und verhindern gleichzeitig, dass die Tür von außen aufgedrückt werden kann. Für den Anwesenheitsschutz von Einfamilienhäusern und Wohnungen im Erdgeschoss gibt es außerdem Produkte, die verhindern, dass ein gekipptes Fenster aufgehebelt werden kann. Das ist besonders im Sommer bei hohen Temperaturen hilfreich, wenn man bei offenem Fenster schlafen und trotzdem geschützt sein möchte.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Reparatur von Einbruchschäden. Deswegen kommen häufig Kunden nach einem Einbruch zu uns, um den Schaden beseitigen und direkt Sicherheitsprodukte einbauen zu lassen.

Letztendlich möchten sich alle Interessenten einfach sicher in ihrem Zuhause fühlen.

Wie helfen Sie Ihren Kunden dabei, herauszufinden, welche Maßnahmen für Einbruchschutz in deren Häusern/Wohnungen sinnvoll sind?

Zunächst klären wir Interessenten darüber auf, wann besonders häufig eingebrochen wird, wie wahrscheinlich ein Einbruch ist und welche Schwachstellen Täter nutzen. Viele denken beispielsweise, dass Einbrecher häufig Fensterscheiben einschlagen würden, und sind deshalb am Kauf von Sicherheitsfolie oder dem Einbau von Sicherheitsglas interessiert. Tatsächlich werden Fenster jedoch meist aufgehebelt. Ähnlich verhält es sich mit Türzylindern: Diese werden - anders als die meisten denken - nur sehr selten geknackt. Viel häufiger werden Türen aufgebrochen. Solche Falschannahmen möchten wir gleich zu Beginn der Beratung berichtigen, um uns auf die Produkte zu konzentrieren, die die höchste Priorität haben. Das ist vor allem wichtig, wenn man ein begrenztes Budget hat. Seriöse Beratung zeichnet sich dadurch aus, dass Kunden nicht zum Kauf eines teuren, aber nicht unbedingt notwendigen Produktes gedrängt werden.

Dadurch, dass wir auch Einbruchschäden beheben, sind wir häufig an Einbruchstellen vor Ort im Einsatz. Deshalb wissen wir besonders gut, wie Einbrecher vorgehen. Aus diesen Erfahrungen leiten wir unsere Empfehlungen ab.

Meistens beraten wir die Interessenten Zuhause, um herauszufinden, welche Maßnahmen auch wirklich sinnvoll sind. So entdecken wir häufig Schwachstellen, die den Kunden gar nicht bewusst sind.

Für einen Kunden, der viele wertvolle Gemälde besitzt, sind andere Maßnahmen sinnvoll als für jemanden, der kaum Wertgegenstände besitzt. Jemand, der im Erdgeschoss wohnt, sollte seine Fenster anders schützen als jemand, der in einem Obergeschoss wohnt. Auch unterscheiden sich die Ansprüche an Design und Optik der Sicherheitsprodukte. Es gibt also nicht „die eine Lösung“, sondern es müssen maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet werden.

Außerdem laden wir Interessenten auch gerne in unseren Ausstellungsraum ein, in dem wir weiterführende Fragen zu unseren Produkten beantworten.

Erhalten Sie von Ihren Kunden Rückmeldungen zum Erfolg von durchgeführten Einbruchschutzmaßnahmen?

Jede Menge. Es ist natürlich sehr schön für uns, wenn ein Kunde anruft und uns mitteilt, dass Sicherheitstechnik, die wir eingebaut haben, einen Einbruch verhindert hat. Den Auftraggebern verdeutlicht ein verhinderter Einbruch, dass sich die Investition gelohnt hat. Im Endeffekt ähnelt Einbruchschutz einer Versicherung: Die Kunden geben Geld für eine Sache aus, von der sie hoffen, dass sie sie nicht brauchen werden. Aber wenn der Ernstfall eintritt, ist man sehr erleichtert, dass man in Sicherheitstechnik investiert hat.

Ein Kunde sagte mir einmal, er habe uns schon seit Wochen kontaktieren wollen, sei aber nie dazu gekommen. Genau dann wurde bei ihm eingebrochen und er hat sich geärgert, dass er den Einbau nicht schon viel früher hat vornehmen lassen.

Dabei ist der Einbau von mechanischen Sicherheitsprodukten schnell erledigt und dauert meist nicht länger als einen Tag. Es kommt also zu keinen großen Störungen des Wohnumfeldes.

Außerdem bekommen alle Kunden einen Fragebogen von uns. Darin fragen wir, wie zufrieden sie mit dem Erst-Kontakt, der Beratung und der Arbeit der Monteure waren. So können wir unseren Service immer weiter verbessern.

Was hat Sie dazu bewegt, sich als Fachpartner der Initiative „Nicht bei mir!“ für aktiven Einbruchschutz zu engagieren?

Wir möchten dabei helfen, Menschen darüber zu informieren, dass aktiver Einbruchschutz sinnvoll ist. Seit 1999 ist Wollenberg Sicherheitssysteme im Geschäft. Die Menschen in Deutschland schützen sich jedoch noch immer nicht ausreichend. Dabei kann es so einfach sein:  Allein 40% der Einbrüche scheitern an einer mechanischen Sicherung.

Wir haben das Gefühl, dass das Thema Einbruchschutz nicht ausreichend präsent ist. Als Einzelunternehmen hat man jedoch nicht die Möglichkeit, so viele Menschen zu erreichen, wie wir es gemeinsam mit einer großen Initiative schaffen können. Um das zu ändern, engagieren wir uns bei „Nicht bei mir!“.

Ratschlag von Ullrich Wollenberg:

Die teuerste Sicherheitstechnik ist nutzlos, wenn man sie nicht richtig nutzt. Investieren Sie daher nur in Sicherheitstechnik, deren Nutzung Sie in ihren Tagesablauf integrieren können. Je komplizierter die Technik ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie konsequent genutzt wird.