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Fachpartner-Interview mit Bernd Loers

Geschäftsführer von Knorr Alarm und Elektronik GmbH

Das Sicherheitsfachunternehmen Knorr wurde im Jahr 1950 gegründet und wuchs in den vergangenen Jahrzehnten vom Zwei-Personen Familienbetrieb zu einem mittelständischen Dienstleister mit 30 Mitarbeitern. Das Unternehmen bietet für Kunden in Berlin und Brandenburg Lösungen in allen Bereichen des mechanischen und elektronischen Einbruchschutzes. „Nicht bei mir!“ sprach mit dem Geschäftsführer Bernd Loers.

Bernd Loers

Bernd Loers, Geschäftsführer von Knorr Alarm und Elektronik GmbH

Mit welchen Anliegen kommen Ihre Kunden am häufigsten zu Ihnen?

Loers: Ich selbst bin verantwortlich für den Bereich des elektronischen Einbruchschutzes. Kunden, die auf mich zukommen, sind deshalb meistens am Kauf einer elektronischen Einbruchmeldeanlage, einer elektronischen Absicherung der Tür- und Fensterkontakte oder einer Anlage zur Videoüberwachung interessiert.

Immer stärker nachgefragt werden auch Produkte, die sich in Smart-Home-Konzepte integrieren lassen und eine Smartphone-Anbindung haben. Viele möchten ihre Warnsysteme jederzeit und von überall steuern können. So kann man sich beispielsweise auch im Urlaub vergewissern, dass zuhause alles in Ordnung ist und sich bei einem Einbruch oder einer Störung eine Nachricht auf sein Smartphone schicken lassen. Wenn jemand an Produkten des mechanischen Einbruchschutzes interessiert ist, also zum Beispiel einer Sicherung der Wohnungstür, sind meine Kollegen aus der Mechanik-Abteilung gerne als Experten behilflich.

Mancher Auftraggeber wünscht eine Sonderanfertigung oder eine maßgeschneiderte Sicherheitsausrüstung für seine Wohnung oder sein Haus. Wir finden auch für individuelle Ansprüche immer eine Lösung.

Auch wenn manche Leute denken: „Bei mir gibt es ja eh nichts zu holen.“, geht es natürlich vielen auch darum, die eigene Privatsphäre zu schützen.

Wie helfen Sie Ihren Kunden dabei, herauszufinden, welche Maßnahmen für Einbruchschutz in deren Häusern/Wohnungen sinnvoll sind?

Loers: Der erste Schritt könnte ein Beratungsgespräch bei uns im Geschäft sein. Dabei hilft es sehr, wenn die Kunden einen Grundriss und Fotos der Wohnung oder des Hauses mitbringen, das sie sichern möchten. Dann sprechen wir über die Wünsche und Bedürfnisse der Interessenten und überlegen, wie diese am besten umzusetzen sind.

Natürlich kann es helfen, wenn sich Kunden mit Sicherheitstechnik bereits gut auskennen. Hinderlich ist aber, wenn sich Verbraucher falsch informieren, beispielsweise weil sie sich in unzuverlässigen Internetforen belesen haben. Dann kann es passieren, dass sie mit einer festen Vorstellung zu uns kommen, die möglicherweise gar nicht die beste Option ist. Manche Kunden denken beispielsweise, dass Alarmanlagen sehr teuer seien und sich nur bei Villen lohnen würden. Das ist falsch. Es gibt für jeden Geldbeutel das richtige Produkt.

Deshalb ist es nicht schlimm, wenn man uninformiert zu dem Beratungsgespräch erscheint. Dafür sind wir ja da, denn zertifizierte Sicherheitsunternehmen wie wir sind die eigentlichen Experten. Immerhin mache ich seit über 30 Jahren nichts anderes als Menschen zum Thema Einbruchschutz zu beraten.

Am wichtigsten ist jedoch eine Vor-Ort-Beratung in der Immobilie des Interessenten. So können wir durch eine Begutachtung, z.B. der Fenster und der Tür, am besten einschätzen, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Wichtig ist auch, dass die Lebensgewohnheiten aller Bewohner berücksichtigt werden. Viele Kunden betreten ihr Haus gewöhnlicherweise durch die Haustür, andere wiederum eher durch die Garage oder die Terrassentür. Manche schließen nachts die Haustür ab, andere nicht, manche schlafen mit offenen Fenstern, andere haben diese nachts stets geschlossen. Die Kenntnis solcher Gewohnheiten hilft uns, die Bedürfnisse der Kunden besser einzuschätzen und individuelle Lösungen anzubieten.

Bei einem Neubau versuchen wir schon vor oder während der Bauphase mit dem Bauherrn gemeinsam ein Konzept zu erstellen, so dass Gebäude und Sicherung perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Erhalten Sie von Ihren Kunden Rückmeldungen zum Erfolg von durchgeführten Einbruchschutzmaßnahmen?

Loers: Über die Funktionalität der Anlagen höre ich meistens nichts mehr, was ein gutes Zeichen ist und bedeutet, dass die Anlage einwandfrei funktioniert. Überlistet wurde bisher übrigens noch keine unserer Anlagen. Kam es zu einem Einbruch, wurde der Alarm bei allen Anlagen ausgelöst.

Manchmal entscheiden sich Kunden im Beratungsgespräch nur für eine Grundsicherung, möchten direkt nach der Montage dann aber gerne nachrüsten, weil die Produkte einen so guten Eindruck auf sie machen.

Manche Auftraggeber rufen nach Einbau der Produkte noch einmal bei uns an und berichten, dass der Monteur sehr freundlich war, kompetent und schnell gearbeitet hat. Und natürlich freut es uns, dass der Kundenkreis durch Weiterempfehlung ständig wächst.

Was hat Sie dazu bewegt, sich als Fachpartner der Initiative „Nicht bei mir!“ für aktiven Einbruchschutz zu engagieren?

Loers: Die Idee, die Bevölkerung mit einer herstellerneutralen Initiative für das Thema des aktiven Einbruchschutzes zu sensibilisieren, fand ich von Beginn an sehr gut und auch dringend notwendig. Denn die Menschen in Deutschland sind diesbezüglich nicht ausreichend informiert.

Mit der Initiative möchten wir möglichst viele Menschen über den Nutzen und die Sinnhaftigkeit von Einbruchschutzmaßnahmen aufklären. Denn viele wissen nicht genau, was aktiver Einbruchschutz eigentlich ist.

Die Tatsache, dass die Initiative herstellerneutral ist, zeigt, dass es hierbei nicht um Produktwerbung, sondern um die Information zum Einbruchschutz geht.

Ratschlag von Bernd Loers:

Die Planung einer professionellen Alarmanlage beginnt mit unserer persönlichen Beratung in Verbindung mit der Besichtigung des zu sichernden Objektes. Kaufen Sie deshalb keine Sicherheitsprodukte über Versandhäuser, Second-Hand-Plattformen oder in Baumärkten. Und das Beste ist: Auch hochwertige Alarmanlagen sind oftmals günstiger als Sie denken.