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„Sicherheitstechnik nimmt dem Einbrecher die Zeit zum ungestörten Arbeiten“



Markus Busch - Sicherheitsexperte "Nicht bei mir!"

„Sicherheitstechnik nimmt dem Einbrecher die Zeit zum ungestörten Arbeiten

Interview mit Markus Busch,

Experte von ASSA ABLOY Sicherheitstechnik und Mitglied der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Ob Häuslebauer, Wohnungseigentümer oder Mieter – alle sind betroffen. Wie Sie sich schützen können, dazu haben wir den Experten Markus Busch von der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ befragt.

Wer rein will, kommt auch rein, heißt es oft. Kann ich mich wirklich vor Einbrechern schützen?

Markus Busch: Polizeistatistiken belegen, dass fast 40 Prozent der Einbrüche scheitern, weil Sicherungsmaßnahmen vorhanden waren. Sicherheitstechnik nimmt dem Einbrecher die Zeit zum ungestörten Arbeiten: Wenn er nach drei bis fünf Minuten nicht eindringen konnte, gibt er meistens auf. Deshalb ist das Nachrüsten mit mechanischen Sicherungen die beste Vorsorge.

Was sind die typischen Schwachstellen von Häuser und Wohnungen, wo wird besonders häufig eingebrochen?

Markus Busch: Die Schwachstellen bei Einfamilienhäusern sind die Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Darüber dringen zwei Drittel der Einbrecher ein. Bei Mehrfamilienhäuser hält es sich die Waage: Die Hälfte der Langfinger bricht über die Wohnungstür ein, die andere Hälfte über die Fenster.

Was ist Ihr Tipp, um mein Zuhause sicher gegen Einbrecher zu machen?

Markus Busch: Einbrecher nutzen immer das schwächste Glied aus. Sichern Sie deshalb Türen und Fenster, sowohl an der Bandseite, als auch an der Griff- bzw. Schlossseite. Die Tür schützen Sie mit Schließzylinder, Schutzbeschlag und Schließblech sowie Zusatzschlössern und Bandseitensicherungen. Sollten Sie keine einbruchhemmenden Fenster haben, rüsten Sie Ihre Fenster mir Zusatzschlössern nach.

Eine qualitativ hochwertige Absicherung von Türen und Fenstern ist sicherlich nicht ganz preisgünstig…

Markus Busch: Sicherheit ist kein Schnäppchenmarkt.  Nur hochwertige Technik, geprüft und zertifiziert vom VdS und fachmännisch installiert schützt wirkungsvoll. Lassen Sie sich vom Fachhandel kostenlos beraten und holen Sie Vergleichsangebote ein. Auf der Webseite www.nicht-bei-mir.de finden Sie qualifizierte Experten.

Sicherheitstechnik ist vom Design nicht gerade ansprechend. Gibt es neue, schicke Lösungen?

Markus Busch: Verriegelungen müssen massiv sein, sonst halten sie den Gewaltkräften eines Einbruchs nicht stand. Die meisten Hersteller achten aber auf zeitlos, klassisches Design. Die Farben können Sie passend zu Ihren Türen und Fenstern wählen. 

Ein Sicherheitsexperte schützt bestimmt sein eigenes Zuhause. Welchen Einbruchschutz haben Sie persönlich?

Markus Busch: Meine Wohnungstür schützen neben Schließzylinder und Schutzbeschlag, ein Kastenriegelschloss, eine Türgriffkette und darüber hinaus Schar 2000 nierseitensicherungen. Allerdings sollte man zuvor mit dem Vermieter den Einbau von Sicherungstechnik absprechen.

Web-Tipp:
Weitere Informationen unter www.nicht-bei-mir.de und www.assaabloy.de.

 

 

 

„Das intelligente Haus – Moderne Alarmtechnik sorgt für Sicherheit und Komfort“



Joachim Schairer, Sicherheitsexperte ABI-Sicherheits-systeme GmbH und Mitglied der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“

- Interview -

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Ob Häusle-bauer, Wohnungseigentümer oder Mieter – alle sind betroffen. Wie Sie Ihre Sicherheit erhöhen und gleichzeitig den Wohnkom-fort steigern können, dazu haben wir den Experten Joachim Schairer von der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ befragt.

Man hört heutzutage viel vom „intelligenten Wohnen“. Was genau bedeutet das und was bietet die Technik?

Das „intelligente Wohnen“ bezeichnet den Einsatz von Geräten, Systemen oder Technologien, die mehr Komfort, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit bieten. Das umfasst die Audio- und Videotechnik, die Beleuchtungstechnik, die Sicherheitstechnik oder die Steuerung der Heizungstechnik. Um Energie zu sparen, kann man beispiels-weise seine Heizung bequem über Smartphone oder Internet steuern. Bei Wasserschäden, bei einem Einbruch oder einem Strom-ausfall sendet das System eine Störungsmeldung – entweder di-rekt an den Bewohner oder eine Hilfe leistende Stelle. Sie brau-chen somit keine Angst mehr zu haben, dass der Gashahn offen steht, das Bügeleisen brennt oder der Waschmaschinen-Schlauch platzt.

Welche intelligente Haustechnik ist sinnvoll und was ist bloße, technische Spielerei?

Wenn mir mein Kühlschrank sagt, was ich einkaufen muss, oder wenn ich auf dem Heimweg schon mal die Kaffeemaschine einschalte – das sind für mich technische Spielereien. Empfehlenswert ist allerdings eine kombinierte Einbruch- und Brandmeldeanlage, gegebenenfalls mit Überfallmelder und ergänzt mit „technischen“ Meldern wie z.B. Gas-, und Wassermelder. Außerdem sinnvoll: Eine Beleuchtungssteuerung, mit der man Anwesenheit simuliert und damit potentielle Einbrecher abschreckt.

Warum sollte man sich eine Alarmanlage einbauen lassen?

Eine Alarmanlage erhöht objektiv und subjektiv das Sicherheitsgefühl. Erwiesen ist: Wenn das Vorhandensein einer Alarmanlage von außen erkennbar ist, hat sie eine abschreckende Wirkung. Außerdem warnt sie den Bewohner vor unliebsamen Eindringlingen. Die Statistik beweist: 40 Prozent der Einbrüche scheitern an Sicherheitstechnik.

Was kostet eine Alarmanlage?

Es ist schwierig, eine Preisspanne für Alarmanlagen zu nennen. Der Preis ergibt sich aus dem eigenen Anspruch. Wie beim Autokauf: Für den einen muss es eine neue Oberklasse-Limousine sein, dem anderen reicht der gebrauchte Kleinwagen. Für eine Alarmanlage inklusive Planung und Installation sollte man bei einem Ein-familienhaus aber rund 5.000 Euro einplanen.

Hand aufs Herz, Herr Schairer. Bei mir ist nicht viel zu holen – lohnt sich der Einbau einer Alarmanlage überhaupt?

Das Argument „Bei mir ist ja eh nichts zu holen“ ist ein Scheinargument, gar ein Mythos. Ein Einbrecher weiß ja nicht vorher, ob es sich für ihn lohnt! In der Regel ist das größte Problem auch nicht der Sachschaden, der nach einem Einbruch entsteht, sondern vielmehr die psychischen Probleme. Vor einem Einbruch in die Privatsphäre schützt am besten eine Kombination aus elektronischer und mechanischer Sicherheitstechnik.

Was passiert genau, wenn ein Alarm gemeldet wird?

Der Alarm wird zumeist lautlos an die Hilfe leistende Stelle weiter-geleitet, in der Regel ist dies ein privater Wach- und Sicherheitsdienst. Dieser fährt raus, überprüft den Alarm und alarmiert die Polizei, wenn tatsächlich ein Einbruch vorliegt. Ein lauter Alarm mit Sirene und Blitzleuchte hilft auch, denn er kann die Einbrecher von der weiteren Ausführungen ihrer Tat abhalten und schreckt die Nachbarn auf. Diese können nachschauen und Hilfe holen, etwa wenn die Bewohner verreist sind. Eine Kombination aus lautem und stillem Alarm ist am sinnvollsten.

Wie vermeide ich, dass meine Nachbarn durch den Krach eines Falschalarms umsonst aufgeschreckt werden?

Wenn die Planung und Installation einer Alarmanlage fachmän-nisch vorgenommen wurde, arbeitet diese zuverlässig. Falschalarme kommen so gut wie gar nicht vor. Bei „billigen“ Anlagen kann es zu Beeinflussungen durch beispielsweise starke Temperaturver-änderungen oder elektromagnetische Strahlung kommen, die zu Falschalarmen führen. Hochwertige Alarmanlagen hingegen kön-nen unterscheiden, ob es sich um die Wärme eines Menschen, ei-nes Heizkörpers oder eines Tieres handelt. Ich rate jedem, der noch unsicher ist: Suchen Sie das Gespräch mit dem Fachmann und klären Sie ab, welche Sicherheitstechnik die richtige für Sie ist.

Web-Tipp:
Weitere Informationen unter www.nicht-bei-mir.de und www.abi-sicherheitssysteme.de.

 

„Die Hausratversicherung schützt, was einem lieb und teuer ist“



Christian Lübke – Versicherungs-experte „Nicht bei mir!“

- Die wichtigsten Versicherungstipps vom Experten -

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Wie wichtig das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit ist, zeigt sich meist erst, wenn es verloren gegangen ist. Damit Sie sich zumindest um die finanziellen Folgen eines Einbruchs keine Sorgen machen müssen, ersetzt Ihnen die Hausratversicherung den materiellen Schaden. Was Sie dabei beachten sollten, sagt Ihnen der Versicherungsexperte Christian Lübke von der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“.

Wenn eingebrochen wurde, ist der Schrecken oft groß. Was muss ich tun, damit die Versicherung schnell die gestohlenen Sachwerte ersetzt?

Christian Lübke: Zunächst einmal gilt: Ruhe bewahren und die Polizei verständigen. Damit der entstandene Schaden korrekt aufgenommen werden kann, sollten Sie den Tatort nicht verändern und mit den Aufräumarbeiten noch warten. Danach stellen Sie eine Liste der gestohlenen Gegenstände auf und geben diese schnellstmöglich, d.h. innerhalb von sieben Tagen, Ihrer Versicherung. Wichtig: Fügen Sie Belege an, die beweisen, dass Sie über die Gegenstände verfügt haben: Rechnungen, Quittungen, sind wichtig, vereinzelt können auch Fotos helfen.

Was gehört alles zum Hausrat? Welche Art von Hausrat ist durch die Versicherung abgedeckt?

Christian Lübke: Eine Hausratversicherung schützt alles, was Sie bei einem Umzug mitnehmen würden. Zum Hausrat zählen also nicht nur Möbel, sondern das gesamte bewegliche Eigentum wie CDs, DVD-Player, Kleidung, Bücher usw. Zusätzlich sind auch Gegenstände versichert, die sich nicht im Wohnbereich, sondern im Keller oder in der Garage befinden, wie z.B. Fahrräder. Auch Leihgaben von Familie oder Freunden sind versichert. Sie müssen aber belegen, dass diese vorübergehend in Ihrem Besitz waren.

Was muss ich bei Abschluss der Hausratversicherung beachten?

Christian Lübke: Achten Sie bei Vertragsabschluss darauf, dass der Wert Ihres Hausrats richtig eingeschätzt und über die Jahre kontinuierlich angepasst wird. Denn die Versicherung ersetzt zum Wiederbeschaffungswert, d.h. es wird die Summe gezahlt, die für die Anschaffung von Gegenständen gleicher Art und Güte benötigt wird. Haben Sie nun über die Jahre Neuanschaffungen getätigt, z.B. den alten Röhrenfernseher gegen einen Plasmafernseher ausgetauscht, dies aber vertraglich nicht anpassen lassen, bekommen Sie nicht den vollen Wiederbeschaffungswert erstattet, sondern nur einen Anteil. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, einen so genannten Unterversicherungsverzicht zu vereinbaren.

Wann kann die Versicherung die Leistung verweigern?

Christian Lübke:
Die deutsche Versicherungswirtschaft zahlt aufgrund von Einbrüchen jedes Jahr über 430 Millionen Euro an ihre Kunden aus. In Einzelfällen kann es dazu kommen, dass der Versicherer die Zahlung verweigert, zum Beispiel wenn sich herausstellt, dass der Kunde falsche Angaben gemacht hat.

Was passiert, wenn ich durch mein Verhalten einen Einbruch deutlich begünstigt habe? Gehe ich dann leer aus?

Was viele nicht wissen: Die Versicherung zahlt auch bei grober Fahrlässigkeit, d.h. bei Mitverschulden des Versicherungskunden, beispielsweise wenn ein gekipptes Fenster einen Einbruch ermöglichte. Dann kann die zu erstattende Summe anteilig gekürzt werden. Fazit: Machen Sie es dem Einbrecher so schwer wie möglich, sorgen Sie mit Zusatzsicherungen vor. Fast 40 Prozent der Einbrüche scheitern an Sicherheitstechnik.

Was sind die wichtigsten Tipps für eine unkomplizierte Schadenregulierung?

  • Schließen Sie eine Hausratversicherung ab, 77 Prozent der deutschen Haushalte werden dadurch geschützt.
  • Vereinbaren Sie einen Unterversicherungsverzicht. Melden Sie teure Anschaffungen Ihrem Versicherer.
  • Informieren Sie Ihre Versicherung über eine Gefahrenerhöhung. Stehen z.B. Gerüstarbeiten an, können Einbrecher leichter eindringen. Dies muss der Versicherung gemeldet werden.
  • Sammeln Sie Quittungen, Rechnungen und Belege von Besitzgegenständen und Neuanschaffungen. Fotografieren Sie bereits im Vorfeld Ihre Einrichtung und wertvolle Dinge.

Web-Tipp:
Weitere Informationen unter www.nicht-bei-mir.de und www.klipp-und-klar.de.

 

 

 

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