Für Fachberater

Schutz des Grundstücks



Der Schutz von frei stehenden Häusern, meist Einfamilienhäuser oder Betriebe, beginnt an den Grundstücksgrenzen. Bei jedem Haus sind selbstverständlich zunächst mechanische Sicherungen anzubringen, die durch Außenbeleuchtungen unterstützt werden können. Aber auch die Hausumgebung bzw. Grundstück und Garten sollten so angelegt sein, dass Einbrechern die Annäherung und der Einbruch erschwert werden. Es ist empfehlenswert, Gartentore genauso wie Haustüren in Mehrfamilien- oder Geschäftshäusern mit Gegensprechanlagen oder Videoüberwachung auszurüsten, damit sich niemand „versehentlich“ auf ein Grundstück verirren kann.

Außenbeleuchtung
Außenbeleuchtungen sind für Einbrecher abschreckend, wenn sie auf Bewegung reagieren bzw. wenn sie bei Bedarf von innen manuell geschaltet werden können. Bei längerer Abwesenheit, z. B. bei Urlaubsreisen, lässt sich die Außenbeleuchtung von Zeitschaltuhren automatisch steuern, um Anwesenheit vorzutäuschen. Automatische Lichtsteuerungen führen erfahrungsgemäß bei vielen Objekten auch zur Einschaltung der Beleuchtung durch die belebte Umwelt (Tiere u. a.). Trotzdem ist diese Art der Sicherung speziell im Grundstücksbereich oft sinnvoll.

Lichtquellen sollten so ausgerichtet sein, dass sie die Hausfront ausleuchten. Nach Erfahrungen der Kriminalpolizei sind Halogenscheinwerfer (mind. 500 Watt), sabotagesicher ab 3,5 m Höhe angebracht, sehr wirksam als Abschreckung.

Zaun und Gartentor
Der Schutz von Wohnhäusern beginnt prinzipiell schon an der Grundstücksgrenze. Für einen potenziellen Täter bildet der Zaun bereits ein erstes Hindernis. Zu beachten ist allerdings, dass Sichtschutzzäune oder Zäune mit nicht einsehbaren Hecken und Sträuchern Einbrechern „die Arbeit" erleichtern können. In diesem Fall sollten die Sicherheitsmaßnahmen am Haus selbst optimiert werden.

Bepflanzung
Falls eine komplette Umzäunung nicht möglich ist, sollten Bepflanzungen so weit zurückgeschnitten werden, dass das Grundstück einsehbar ist. Unbedingt zu beachten ist, dass Hecken oder Büsche vor Türen und Fenstern Einbrechern Sichtschutz bieten und damit die Einbruchgefahr erhöhen. Bäume, Sträucher und Ranken können zudem als Kletterhilfe den Zugang zu Türen und Fenstern in höher liegenden Stockwerken ermöglichen.

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Tipps



Generell sind alle Grundstücke daraufhin zu überprüfen, ob und wie vor allem Gelegenheitseinbrechern der Zugang nicht zu leicht gemacht wird.

  • Garten-, Hof- und Garagentore immer geschlossen halten
  • Wenn die Garage mit dem Haus verbunden ist , Garagentor gesondert sichern
  • Außenbeleuchtung für einbruchgefährdete Bereiche und Zugangswege
  • Außensteckdosen von innen abschaltbar, bei Abwesenheit immer abschalten
  • Möglichst keine direkte Bepflanzung in der Nähe einbruchgefährdeter Stellen
  • Aufstiegshilfen wie Bäume, Gerüste, Ranken, Leitern, Mülltonnen, Gartenmöbel u. a. beseitigen
  • Kein Werkzeug liegen lassen, weil es als Einbruchshilfe dienen könnte