Wach- und Sicherheits­dienste

Ein Alarm wird durch persönliche Beobachtung oder automatisiert durch eine technische Aufschaltung mittels einer Gefahrenwarnanlage ausgelöst. Die Weiterleitung erfolgt üblicherweise an ein Wach- und Sicherheitsunternehmen. Es können dabei verschiedene Übertragungswege gewählt werden, z. B. übers Telefon oder über eine automatische Datenweiterleitung. Dabei besteht die Möglichkeit eines stillen Alarms, der nur an die Notruf-und Service-Leitstelle weitergeleitet wird, oder eines abschreckenden Alarms mit Licht und/oder Sirenensignal im Innern des Hauses bzw. eine Kombination aus beiden.

Notruf- und Service-Leitstelle

Die Vielzahl elektronischer und personeller Maßnahmen zur Vorbeugung und Abwehr von Gefährdungen muss zusammengeführt und koordiniert werden. Dies erfolgt über Notruf- und Serviceleitstellen. Hier laufen Meldungen und Informationen aus den verschiedenen Systemen und Bereichen zusammen. Sämtliche Informationen werden rund um die Uhr ausgewertet und es werden unverzüglich entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Alarmplan

Der Alarmplan enthält die wichtigsten Informationen über die Vorgehensweise nach Eingang des Alarms in der Notruf- und Service-Leitstelle sowie eine Anfahrt- und Objektbeschreibung. In einer Telefonliste wird zunächst festgelegt, wer zu informieren ist. Das können die Polizei und/oder eine oder mehrere Privatpersonen sein. In der Regel steht die Benachrichtigung eines Interventionsmitarbeiters des Sicherheitsunternehmens an erster Stelle, um die Alarmverifizierung vorzunehmen. Auch Sofortmaßnahmen werden im Vorfeld bereits festgelegt.

Alarmvorprüfung

Nach Erkennen eines Alarms in der Notruf- und Service-Leitstelle wird dieser zunächst überprüft und verifiziert. Lässt sich ein Falschalarm nicht ausschließen, schickt das Sicherheitsunternehmen einen ausgebildeten Interventionsmitarbeiter zum Objekt. Bereits von außen erkennbare Falschalarmursachen, z. B. durch Bedienungsfehler, werden beseitigt, bei technischen Fehlern wird ein entsprechendes Serviceunternehmen informiert. Handelt es sich tatsächlich um einen Einbruch, alarmiert der Mitarbeiter unverzüglich die Polizei und sichert zwischenzeitlich das Gebäude bis zum Eintreffen der Kontaktperson gemäß dem vereinbarten Alarmplan. Alternativ leitet er Sicherungsmaßnahmen anhand des beschlossenen Notfallplans ein.

Meldungseingänge in Notruf- und Service-Leitstellen:

  • aus Alarmanlagen bei der Erkennung von Einbrüchen, Bedrohung, Bränden oder ausströmendem Gas
  • aus Aufzugsnotrufanlagen
  • aus Überwachungsanlagen der Gebäudetechnik

Objektschutz / Revier- und Streifendienst

Durch zunehmende Kriminalität entstehen Handel, Gewerbe und ihren Versicherungen jährlich Kosten in Milliardenhöhe. Umso wichtiger werden die Revier- und Streifendienste privater Sicherheitsunternehmen. Ihr Aufgabenbereich ist heute breit gefächert. Im Zusammenwirken mit mechanischen und elektronischen Schutzmaßnahmen ermöglichen sie einen umfassenden Schutz von Objekten aller Art. So genannte City-Streifen können zum Beispiel zur Sicherung des örtlichen Handels in Innenstädten eingesetzt werden. Der heutige Revierdienst ist ein mobiler Sicherheitsdienst, der Tag und Nacht im Einsatz ist. Wir raten davon, sich in Nachbarschaftswachen und „Bürgerwehren“ zu organisieren, da so Gefahr für das eigene Leben besteht. Seien Sie wachsam, informieren Sie die Polizei und investieren Sie in Einbruchschutzmaßnahmen und in die Alarmweiterleitung zu einem Sicherheitsdienst.

Objektschutz

Der Schutz von Objekten vor Gefährdungen ist einer der wichtigsten Bereiche des privaten Sicherheitsgewerbes. Einerseits gewährleistet er die Sicherung von materiell wertvollen Gebäuden und Institutionen. Andererseits schützt er zunehmend Einrichtungen, die für das reibungslose Funktionieren unserer Gesellschaft und Wirtschaft relevant sind – und zwar ohne deren Betrieb einzuschränken. Dies sind beispielsweise Flughäfen, Kraftwerke, Botschaften und sämtliche Knotenpunkte unseres wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens. Die objektbezogene Einweisung und Ausbildung der Mitarbeiter spielt dabei eine große Rolle.