Einbruchgefahr

Alle 2 Minuten wird in Deutschland eingebrochen.

Damit ist die Einbruch- und Einbruchdiebstahl-Kriminalität in Deutschland erschreckend hoch. Ob Eigenheim, Etagenwohnung oder Ferienhaus, Kleingewerbe oder Selbstständige, alle sind betroffen. Obwohl die Sicherheit im alltäglichen Leben ein existenzielles Grundbedürfnis des Menschen ist, werden viele Möglichkeiten und Maßnahmen gegen Einbruch nicht genutzt. 

Im Jahr 2016 fanden rund 151.265 Einbrüche statt (Quelle: PKS 2016). Mehr als ein Drittel der Einbrüche wurden tagsüber begangen. Die verursachten Schäden durch Einbrüche in Wohnungen und Gewerbe umfassen jährlich rund 470 Millionen Euro (Quelle: GDV). Abgesehen von den materiellen Schäden hinterlassen Einbrüche auch psychische Folgen, das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit in den eigenen vier Wänden geht verloren. Doch viele Bürger und Gewerbetreibende unterschätzen die Gefahren und vernachlässigen den Einbruchschutz, obwohl mehr als 44 Prozent aller Einbruchsversuche bereits an vorhandener Sicherungstechnik scheitert. Seit Jahren stellen Industrieverbände und Errichter in Deutschland einen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern weitaus geringeren Ausstattungsgrad an Sicherungstechnik fest.

Werden Sie aktiv, sagen Sie „Nicht bei mir!“ zu Einbrechern und schützen Sie sich.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Überblick über die möglichen Einbruchsgefahren, die unterschiedlichen Ansätze von Sicherheitslösungen und zahlreiche Tipps für besseren Schutz gegen Einbruch.

Prinzip des Einbruchs

Die meisten Einbrecher (Beschaffungs- und Gelegenheitstäter) arbeiten mit einfachsten Hilfsmitteln, zum Beispiel mit einem Schraubendreher, und unter hohem Zeitdruck. Um die Gefährdung durch Gelegenheitstäter prinzipiell zu verstehen, muss man sich eigentlich nur seine „Arbeitsweise“ vor Augen führen: Der Gelegenheitseinbrecher erledigt seine Arbeit gerne schnell und ohne Aufsehen, so dass er mit möglichst geringem Risiko einbrechen kann. Daher schätzt ein Einbrecher Gelegenheiten: unter anderem offene oder gekippte Fenster, nicht abgeschlossene oder nicht ausreichend gesicherte Türen, über Einstiegshilfen erreichbare Fenster sowie schlecht beleuchtete und schwer einsehbare Nebeneingänge. Im privaten Bereich müssen vor allem Wohnungen und Einfamilienhäuser, in denen sich tagsüber oder am Wochenende niemand aufhält, als besonders gefährdet eingestuft werden.

Einbruchsicherheit

Der durchschnittliche Wohnungseinbrecher mit seinem üblichen Einbruchwerkzeug lässt sich durch richtige Sicherheitstechnik fast immer aufhalten. Zwar gibt es keinen hundertprozentigen Schutz, aber zusätzliche Sicherungen an Türen und Fenstern schrecken die meisten Einbrecher entweder ganz ab oder kosten so viel Zeit, dass sie von ihrem Vorhaben ablassen. Wie wertvoll Sicherheitstechnik ist, zeigt sich auch darin, dass sich mit relativ geringem materiellem Aufwand erhebliche seelische oder ideelle Bedrohungen vermeiden lassen.